L.a.m.a.

Für alle Lama- und Kartenfans: In L.a.m.a. (Amigo) ist das Ziel schon im Namen abgekürzt – lege alle Minuspunkte ab. Sprich: Wer als Erster seine Handkarten abwirft, gewinnt die Runde und sammelt keine Minuspunkte – im Gegenteil: Man darf sogar einen Minuspunktechip wieder abgeben.

Lama: die Karten und Punktechips auf einen Blick
Die Punktekarten und Chips von L.a.m.a. auf einen Blick.

Lama: Der Spielablauf

Die schlichten Regeln von L.a.m.a. verstehen selbst jüngere Kinder sehr schnell: Zu Beginn erhält jeder sechs Karten auf die Hand. Es gibt Karten mit den Zahlenwerten 1 bis 6 sowie Lama-Karten. Dann legt jeder reihum eine Karte ab. Dabei darf man nur gleich hohe Zahlenkarten abwerfen oder eine höher. Liegt also eine 5 aus, darf der nächste nur eine 5 oder eine 6 ausspielen. Nach der 6 kommt eine Lama-Karte und dann beginnt es wieder mit der 1.


L.a.m.a – auf einen Blick

Reiner Knizia | Amigo | 2019 | 2 – 6 Spieler | ab 8 Jahren

Leichtes und zackiges Familienkartenspiel mit vielen „Ohs“ und „Ahs“ beim Spielen, das die Herzen höher schlagen lässt.

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So weit, so einfach. Das Trickige an dem Spiel ist, wenn man keine passende Karte hat, zu entscheiden, ob man eine Karte vom Stapel nachzieht und im Spiel bleibt oder ob man passt und für diese Runde raus ist. In diesem Fall behält man alle Karten, für die man am Ende der Runde Minuspunkte erhält.

So geht L.a.m.a.: Erklärvideo des Verlages

Interessant wird es durch die Spielregel, dass jede Zahl auf der Hand nur einmal zählt: Hält man zum Schluss vier Karten mit der 2, dann sind es nur zwei Minuspunkte. Es macht manchmal also Sinn, bei diesen Karten zu passen, weil sich die Minuspunkte in Grenzen halten und die Chance, vier 2-er noch loszuwerden, eher gering ist.

Ein Lama wiegt mit 10 Minuspunkten besonders schwer und sollte möglichst schnell abgelegt werden.

Die Minuspunkte werden in Chips ausgeteilt. Weiße Chips zählen jeweils einen Minuspunkt, sobald man zehn Minuspunkte hat, werden zehn weiße Chips gegen einen schwarzen getauscht.

In jeder Runde darf derjenige, der als Erster alle Karten von der Hand ausgespielt hat, einen seiner Minuspunktechips wieder zurück in den Vorrat legen. Hat er schon einen schwarzen Chip, kann er damit auf einen Schlag zehn Minuspunkte loswerden. Das macht das Spiel interessanter – selbst wenn man zurücklag, kann man wieder mitmischen.

Sobald ein Mitspieler 40 Minuspunkte gesammelt hat, ist das Spiel beendet und derjenige mit den wenigsten Minuspunktechips gewinnt. In ungefähr 15 bis 20 Minuten steht ein Gewinner fest.


Lama: Meinung und Fazit

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„… nimm´s lässig!“ steht auf dem farbenfrohen Kartenkarton mit dem winkenden Lama. Das sollte man beherzigen, denn manchmal kann es ganz schön ärgerlich sein, wenn der Spieler vor dir eine 1 legt, obwohl man selbst gerne sein Lama losgeworden wäre.

Man kann L.a.m.a. (nominiert fürs Spiel des Jahres 2019) ein wenig mit dem beliebten Kartenspiel UNO vergleichen. Leichte Regeln für kleine und große Kartenfans (weshalb wir die Altersangabe ab 8 Jahren zu hoch ansehen), aber ein wenig Geschick und das richtige Timing spielen eine große Rolle, so dass es nie langweilig wird. Mit mehreren Spielern macht L.a.m.a. mehr Spaß als nur zu zweit. Passt in jede Hosentasche und ist für die kurze Abwechslung überall geeignet.

Unsere Kinder haben mit Reiner Knizias L.a.m.a. schon lange Wartezeiten im Restaurant überbrückt. Schnell auf- und wieder abgebaut, ist das Spiel eine kurzweilige Unterhaltung für alle Kartenspielliebhaber.

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