9 Herbst-Neuheiten, die ihr nicht verpassen solltet

Bei über 1.100 Herbst-Neuheiten an Brett-, Karten- und Würfelspielen, die auf der SPIEL 19 präsentiert wurde, verliert man schnell den Überblick. Wir haben in dieser Liste 9 Herbst-Neuheiten herausgepickt, die ihr euch einmal genauer anschauen solltet.

Beam me up!

Klaus-Jürgen Wrede (Autor von Carcassonne) hat ein kleines, feines Würfelspiel am Start, das sich auf den ersten Blick als prima Knobelei für Zwischendurch eignet. Bei Beam me up! (Moses Verlag) muss man durch einfaches Würfeln und etwas Glück seine eigenen Spielsteine auf dem Wertungstableau nach oben (also Richtung Weltraum) bringen – möglichst als Erster! Wer hat ein glückliches Händchen, würfelt die richtige Kombination und zwingt die anderen, ihre Steine nach unten zu ziehen? So steigt zum Beispiel bei einem gewürfelten Pärchen der Stein ein Feld nach oben, bei einem Vierling sogar drei Felder. Wer als Erster vier Steine über die weiße Linie zieht und keinen Stein mehr am Boden hat, gewinnt. Kurze Anleitung, schneller Einstieg ins Spiel: Wir werden uns Beam me up! auf jeden Fall näher ansehen. Zur ausführlichen Rezension auf Brettspielelust.

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Clip Cut Parks

Clip Cut Parks

Das nach Verlagsangaben erste Roll-and-Cut-Spiel der Welt heißt Clip Cut Parks von Shaun Graham and Scott Huntington (Renegade Game Studios). Hier geht es tatsächlich darum, nach dem Würfeln Felder aus einem bunten Papier-Spielbogen auszuschneiden und auf Park-Karten mit bestimmten Mustern passend abzulegen. Wer als erstes seine fünf Park-Karten vollständig belegt, gewinnt das Spiel. Was mich interessieren würde: Was kosten eigentlich die Ersatzbögen, wenn das Originalmaterial aus der Box zerschnibbelt ist? Oder kann man die einfach neu ausdrucken?


Tiny Towns

In Tiny Towns von Peter McPherson ist es unsere Aufgabe, auf dem 4 mal 4 Felder kleinen Raster eine Stadt zu errichten. Indem wir Ressourcen wie Holz, Stein oder Glas in bestimmten Formationen auslegen, lassen sich diese Steine anschließend in unterschiedliche Gebäude (Brunnen, Fabriken, Tavernen usw.) umwandeln, die dann genau ein Feld bis zum Spielende belegen. Die zu legenden Formationen lesen alle Spieler auf den ausliegenden Karten ab. Wer das Gebäude baut, erhält die Karte und Siegpunkte. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit fortschreitender Spieldauer an, da allmählich immer weniger Möglichkeiten auf dem Tableau vorhanden sind, um weitere Ressourcen passend auszulegen. Auch wenn es um das Thema Städtebau geht, macht Tiny Towns (Pegasus Spiele) einen eher abstrakten Eindruck und erinnert ganz entfernt an einen Mix aus Schiffe versenken und Tetris. Sehr interessant und strategisch sieht es in unserer Liste der Herbst-Neuheiten allemal aus!

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Axio Rota

In Reiner Knizias Axio Rota (Pegasus) gibt es, anders als bei seinem 2017-er Legespiel Axio, kein festes Spielbrett mehr. Die Spieler bilden diesmal auch keine Reihen, sondern versuchen, Kreise zu vervollständigen. Dafür legen sie zwölf Runden lang Plättchen mit je vier Viertelkreisen an die Auslage auf dem Tisch an und werten gleiche Symbole, die bereits vorhanden waren. Für identische Farbsymbole in angrenzenden Flächen erhalten sie Punkte, die sie auf der Wertungstafel eintragen. Am Spielende vergleichen die Spieler ihre Wertungssteine mit der niedrigsten Punktezahl. Es gewinnt, wer mit diesem Stein die höchste Punktezahl erreicht hat.

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5211

5211

In 5211 (Next Move Games / Pegasus) ist der Name Programm: Von fünf Handkarten spielen zwei bis fünf Spieler zunächst zwei, dann eine und dann nochmal eine Karte aus. Anschließend müssen sie ihre Handkarten jedes Mal wieder auf fünf auffüllen. Haben alle Spieler vier Karten gespielt, kommt es zur Wertung, doch nur die Karten in der Farbe, die am häufigsten vorkommt, zählt – außer die Anzahl ist über dem erlaubten Limit. Dann zählen alle diese Karten nichts und stattdessen wird die zweithäufigste Farbe gewertet. Der Reiz des schnellen Kartenspiels liegt darin, während der Runden auf auf die richtige Farbe zu setzen? Oder, wer’s fieser mag, auch schon mal mit Absicht eine bestimmte Farbe übers Limit zu treiben… Übrigens: 5211 war voriges Jahr unter dem Namen 5 Colors bei Japon Brand auf der SPIEL erschienen und, wie so häufig beim asiatischen Verlag, ruckzuck bereits am ersten Messetag ausverkauft. Zur ausführlichen Rezension auf Brettspielelust.  

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Der Fuchs im Wald

Der Fuchs im Wald

The Fox in the Forest jetzt auch auf Deutsch: Beim Zwei-Personen-Stichspiel aus dem Schwerkraft Verlag erhaltet ihr Punkte durch den Gewinn von Stichen, die bestimmte Karten enthalten, sowie zum Ende jeder Runde nach Anzahl eurer gewonnen Stiche. Achtung: Alle Karten mit ungeradem Wert haben besondere Fähigkeiten, die beim Ausspielen aktiviert werden. Sie verändern, welche Karten der Gegner spielen kann, wie der Gewinner des Stichs ermittelt wird oder wer den nächsten Stich ausspielt. Klingt interessant und nicht zu trivial. Ab 10 Jahren.

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Save the Meeples

Save the Meeples

Save the Meeples ist ein Worker-Placement-Spiel von Blue Cocker, bei dem wir gemeinsam eine Gruppe von Meeples retten müssen. Diese Meeples werden von fiesen Spieleautoren und Verlagen bedroht, die sie in neue Brettspieleboxen stecken wollen. Witzige Grundidee, doch was ist zu tun? Ihr nutzt mit euren Meeples die vorhandenen Züge, um sie an bestimmte Orten zu fahren. Dort erwerbt ihr Ressourcen, heilt eure verwundeten Meeples, bekämpft die bösen Menschen oder baut Raketen, mit denen die Meeples letztendlich den Menschen entkommen können. Wenn es den Menschen vorher gelingt, in die Meeple-Welt einzudringen, wird derjenige belohnt, der am besten gekämpft hat. Wenn nicht, wird derjenige sein, der am meisten zur Flucht beigetragen hat.

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Chartae

Im Zweierspiel Chartae (Reiner Knizia) bauen beide Spieler als Karthografen ein drei mal drei Karten großes Tableau in die Tischmitte. Jede Karte besitzt einen Teil Land und einen Teil Wasser. Je nachdem, welches Element ein Spieler vor Spielbeginn ausgewählt hat, versucht er, möglichst große zusammenhängende Flächen zu erschaffen. In jedem Zug entscheidet der Spieler, ob er eine neue Karte anlegt oder eine der ausliegenden Karten um 90 Grad dreht. Sobald neun Karten verbaut sind, zählen die Spieler in Chartae (XV Games) die Punkte für ihre größte Zone (Land oder Wasser) zusammen. Minimalistisch in der Anlage, strategisch im Spielverlauf: Sieht nach einem typischen Knizia in unserer Herbst-Neuheiten-Liste aus!


Buntes Burano

burano

Buntes Burano (Board Game Circus) ist ein Familienspiel für 1 bis 4 Personen ab 8 Jahren, bei dem man um die vielversprechendsten Hausteile in der zentralen Auslage und die dazu passenden punktgebenden Charaktere wetteifert, um das Spiel schließlich mit den meisten Punkten zu beenden. Das Bauen endet, sobald jemand in der eigenen Auslage fünf Häuser vervollständigt hat. Bis dahin haben die Spieler reihum die Wahl, ein bis drei Hausteile aus der Auslage zu nehmen oder Geld für das Errichten der eingesammelten Hausteile zu erhalten. Es geht also darum, die Balance finden, um ausreichend Geld für den Bau zu haben und attraktive Hausteile schnappen zu können, bevor die anderen Spieler es tun.

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Und jetzt du!

Natürlich sind unsere Listen komplett subjektiv und beinhalten nur eine winzige Auswahl an möglichen Spielen. Deshalb die Frage an dich: Welche Spiele würdest du noch in diese Liste mit aufnehmen? Wir freuen uns auf dein Feedback unten im Kommentar-Bereich!

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