Pot Pourri

Im Bistro „Pot Pourri“ kocht ihr um die Wette: Wer nutzt die drei Töpfe am besten und füllt sie mit leckeren und passenden Zutaten? Hier erfahrt ihr, wie gut uns das unterhaltsame Familienspiel von Piatnik gefällt.

Pot Pourri von Piatnik: Brettspiel Kochspiel Familienspiel im Test
Das perfekte Gericht: Jede Zutat der Quiche Végétarienne liegt passend im Topf.

Kochen ist „in“ und wird auch in der Spielebranche gern als Thema genutzt, wie bei Kitchen Rush, Kosmopolit, Punktesalat und Co. So auch hier: Im Bistro „Pot Pourri“ von Piatnik soll ein berühmter Gourmetkritiker seine Gourmetsterne verteilen. Alle Mitspielenden sind nun Köche und wollen ihre Kochkünste unter Beweis stellen.

Allerdings gibt es nur drei Kochtöpfe und alle versuchen ihr Gericht durchzusetzen und die richtigen Zutaten in die Töpfe zu platzieren. Dabei müssen wir schnell sein, denn es passen nur sechs Zutaten in einen Topf. Wem es am besten gelingt, bekommt die meisten Gourmetsterne. Der Untertitel: „Zu viele Köche verderben den Brei!“ ist dabei Motto des Spiels und sorgt unterhaltsam für die Grundstimmung in der Küche.

Pot Pourri: So wird es gespielt

Zu Beginn nimmt sich jede Mitspielende ein Kochbuch – entweder aus der asiatischen, amerikanischen, französischen, mediterranen oder slawischen Küche – jeweils in einer unterschiedlichen Farbe. In ein geöffnetes Kochbuch passen immer zwei Gerichte, die wir zufällig vom Stapel mit den 55 Rezeptkarten ziehen. Auf diesen Rezeptkarten wird je ein Gericht beschrieben mit der passenden Anzahl unterschiedlicher Zutaten. Wir stecken die zwei Rezepte in das Rezeptbuch und stellen das Buch auf, so dass sie unseren Mitspielern verborgen bleiben.

In der Tischmitte liegen nicht nur die Punkteleiste mit den Gourmetsternen, sondern auch drei Kochtöpfe, die Platz für exakt sechs Zutaten haben. Ein Kochtopfdeckel verdeckt dabei immer einen Topf und seine Zutaten. Außerdem liegt ein Stapel mit Zutatenkarten in der Tischmitte, von denen vier aufgedeckt werden. Vor dem Spiel erhalten alle zwei Zutaten als Handkarten.

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Wer am Zug ist, kann sich entscheiden, ob er sich weitere Zutaten beschafft und dafür zwei Karten von der Auslage oder dem Nachziehstapel zieht, oder ob er Rezepte tauschen will, weil seine Rezepte gerade nicht gut passen, oder ob man kochen möchte. Dann darf man ein bis zwei Zutaten in einen oder in zwei Kochtöpfe legen – nicht aber in den Kochtopf, bei dem der Topfdeckel drauf ist. Nach diesem Zug, muss man den Topfdeckel versetzen auf einen anderen Kochtopf.

Das erzeugt einen interessanten Kniff: Es kommt vor, dass ich einen Topf nicht mit meinen gesammelten Zutaten befüllen kann, weil gerade der Deckel drauf liegt. Dann heißt es entweder warten und hoffen, dass es im nächsten Durchgang klappt (hin und wieder liegen dann aber längst andere Zutaten drin!) oder ich orientiere mich um und benutze andere Töpfe.

So macht ihr Punkte

Wie punktet man? Sobald ich die sechste Zutat in einen Kochtopf gelegt habe, ist das Gericht fertig. Die Person, die das Gericht beendet hat, muss mindestens zwei der sechs Zutaten auf eine seiner zwei Rezepte vorweisen können – wenn das nicht der Fall ist, darf sie die letzte Zutat nicht hineinlegen. Dann wird gezählt, wie viele Zutaten im Kochtopf mit seinem Rezept übereinstimmen. Je mehr Zutaten stimmen, desto mehr Gourmetpunkte darf man sich geben. Wenn nur zwei Zutaten gleich sind, gibt es nur einen Punkt, bei vier Zutaten schon fünf Punkte und wer es schaffen sollte, alle Zutaten genauso wie in seinem Rezept vermerkt, gekocht zu haben, der darf sogar neun Felder vorrücken auf der Punkteleiste.

  • Aufgepasst! Der bekannte Gourmetkritiker Gustav Germ ist in der Stadt und besucht das kleine Bistro Pot Pourri". Eure Chance, mit den köstlichsten Speisen aufzutrumpfen und euch so die meisten Gourmetsterne zu holen!
  • Verteilt die Zutaten geschickt in den Kochtöpfen!
  • Sammelt die passenden Zutaten!
  • Serviert möglichst schmackhafte Gerichte ganz nach Rezept!

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Zusätzlich erhält der Koch oder die Köchin, die die letzte Zutat gelegt hat, einen Bonuspunkt. Aber auch alle anderen Mitspielenden dürfen, wenn sie möchten, diesen Kochtopf werten, auch wenn  nur zwei, drei oder vier Zutaten im Kochtopf mit ihrem Rezept übereinstimmt. Doch wenn lediglich eine Zutat passt, darf man nicht werten.

Manchmal macht das Werten durchaus Sinn, auch wenn nur wenige Zutaten passen, denn das Spiel wird beendet, wenn ein Koch oder Köchin sechs Rezepte gekocht hat. Egal, ob die Person dann auf der Punkteleiste ganz vorne ist oder nicht.

Und ganz am Ende gibt es zusätzlich noch Punkte für die Farben/Nationalitäten der Gerichte. Auf der Punkteleiste sind mittig alle fünf Menüplättchen vertreten. Für jedes Menü, das in der Mitte liegt, und man gekocht hat, erhält man drei Punkte. Für die beiden Menüs darüber und darunter je zwei Punkte und für die Menüs ganz oben und ganz unten gibt es nur noch einen Punkt.

Aber wie beeinflusst man die Reihenfolge? Zu Beginn werden die Menüplättchen zufällig platziert. Auf der Punkteleiste gibt es an drei Stellen dickere Sterne, der oder die letzte, die auf diesem Feld stehen bleibt oder daran vorbeiläuft, hat die Möglichkeit als – Bonus für den letzten – zwei Farben miteinander zu vertauschen. Wenn ich also weiß, dass ich schon drei gelbe Menüs gekocht habe, die vor mir liegen, dann wäre es für mich am günstigsten, das gelbe Menü so zu tauschen, dass es in der Mitte liegt, weil es dann drei Punkte für jedes Rezept gibt.

So kann man am Schluss noch viele Punkte machen. Denn es kann sein, dass am Ende mehrere Spielerinnen sechs Rezepte gekocht haben, wenn vier der Rezepte aber nur 1 Punkt geben, und andere Köche viele Rezepte mit drei Punkten kochen konnten, verändert sich im allerletzten Zug die Gourmetsterne-Reihenfolge noch stark.

Pot Pourri: Fazit und Wertung

Wir kochen gemeinsam in drei Töpfen, doch eigentlich ist jeder fürs eigenes Menü verantwortlich – dieses Spielprinzip sorgt im Bistro Pot Pourri für Wirbel am Spieltisch. Natürlich geht es insgesamt viel ruhiger und gemütlicher zu als in Kitchen Rush, wo Sanduhren das hektische Treiben in der Küche steuern.

Sich gegenseitig die Zutaten vor der Nase wegschnappen, die Deckel auf die Kochtöpfe legen, so dass der nachfolgende Spieler diesen Topf nicht beenden kann, sorgt in Pot Pourri auch für Frust und Ärger – aber der ist so interaktiv und gewollt und macht den Reiz dieses Spiels erst aus. Natürlich spielt hier eine gehörige Prise Glück eine Rolle, aber da sich Glück und Pech in jedem Zug, den ich mache, abwechseln können, nimmt man es als gegeben hin und versucht einfach der beste Koch und die beste Köchin zu werden.

Wir hatten bisher immer ein gutes Gefühl, wenn wir das Spiel beendet haben. Zu fünft wird es noch unberechenbarer, was in die Töpfe kommt, als zu dritt, aber das macht umso mehr Spaß.


Pot Pourri – auf einen Blick | 8.0

Bistro Pot Pourri ist ein sehr rundes Familienspiel mit einem guten Mix aus Glück, Taktik und Ärgerfaktor, weil wir die Kochtöpfe mit Zutaten füllen, die den anderen den Brei verderben. Einfach zu lernen und spaßig in der Umsetzung.

Autoren: Ananda Stimm und Florian Mayerhofer | Illustratorin: Monika Duc | Piatnik | 2022 | 3 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | 40 Minuten

Pro

  • schönes Familienspiel mit gemeinsamen Kochtöpfen/Spielfeld
  • Glück und Pech wechseln sich in einem gutem Mix meist ab
  • Extra: Beigefügte Menükarte beschreibt die Gerichte speziell mit allen Zutaten

Contra

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 1 bis 10 Punkte. Spiele mit 1 bis 3 Punkten sind schlecht, mit 4 bis 6 Punkten durchschnittlich. Ab 7 Punkten beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten Wertungen ab 9 Punkten. Für diese Besprechung stand uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Verlags zur Verfügung. Auf den Inhalt unseres Tests hatte dies keinen Einfluss.


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  • Kinder
  • Sprache Spielanleitung: DE;
  • Spieldauer: 30-45 Min.
  • Autor: Karl-Heinz Schmiel
  • Auszeichnungen: Nominiert zum Spiel des Jahres 2010

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