The Sound Maker

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Wie hört es sich an, wenn ich in einen Apfel beiße? Oder mit Stiefeln durch den Schnee stapfe? Oder eine Fotokamera auslöse? Wir kennen diese Geräusche, aber sind wir auch in der Lage, sie unseren Mitspieler:innen vorzumachen? Ohne Mimik, ohne Worte – und im Idealfall so gut, dass die anderen sie blitzschnell erkennen? Um diese Idee geht es beim Spiel „The Sound Maker“ von Blue Orange Games.

The Sound Maker: Ein Kettensägen-Geräusch zu machen, scheint einfach. Aber wie hört sich Popcorn an?

Die französische Spieleschmiede hat im Herbst 2021 einige Neuheiten am Start; The Sound Maker gehört zu den eher kleinen und lustigen Spielen. Drei bis sechs Spieler ab sieben Jahren machen reihum Geräusche, die ihnen ausliegende Karten in der Tischmitte vorgeben. Mithilfe szenischer Abbildungen (z.B. Junge springt in Pfütze) dürfte der Geräuschmacher in den meisten Fällen sofort wissen, was gemeint ist.

Wie spielt man The Sound Maker?

Vier Karten liegen zu Beginn in einer Reihe aus und nur der Geräuschmacher kennt die Reihenfolge, in der er sie abarbeiten muss. Alle anderen Spielerinnen müssen gleichzeitig erraten, zu welchem Bild das erste vorgemachte Geräusch gehört und so schnell wie möglich die entsprechende Karte antippen. Wer das richtig und am schnellsten schafft, erhält einen Punkt. Hat niemand das Geräusch erkannt, verliert der Geräuschmacher einen Punkt.


The Sound Maker – auf einen Blick

Jonathan Favre Godal, Corentin Lebrat | Blue Orange Games | 2021 | 3 – 6 Personen | ab 7 Jahren | 20 Minuten

Die Spieler:innen machen Geräusche, die ihnen ausliegende Fotokarten vorgeben. Alle anderen raten, welche Karte gemeint war. The Sound Maker klingt nicht nur schräg und lustig, sondern ist es auch!


Anschließend zieht der aktive Spieler zwei Karten nach, so dass in der zweiten Phase fünf Karten (wieder vier Karten in Reihe 1 sowie eine Karte in Reihe 2) auf dem Tisch liegen. Insgesamt fünf Mal erzeugt er ein Geräusch und die anderen raten. In der letzten Phase stehen dadurch acht Karten für die Ratenden zur Auswahl. Danach wechselt die aktive Rolle zur Nachbarin links. Sobald alle eine Runde lang als Geräuschmacher aktiv waren, endet das Spiel. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

The Sound Maker: Bewertung und Fazit

Ein kleines und feines Spiel, das auf Geburtstagspartys ebenso ankommt wie beim Besuch von Oma und Opa, die mit den Enkeln spielen möchten. Die Regeln sind leicht (was beim Lesen der knallig layouteten Anleitung leider nicht so gut rüberkommt) und der Einstieg ins Spiel ist wunderbar unkompliziert. Wir können sofort loslegen, nachdem vier der insgesamt 140 doppelseitig bedruckten Geräuschkarten ausgelegt wurden. Die Reihenfolgenkarte, die nur ich als Geräuschmacher kenne, gibt mir vor, welche Karte ich zuerst „vertonen“ muss, welche als zweites, drittes usw.

Dabei müssen alle am Tisch ein wenig über ihren eigenen Schatten springen. Wenn Opa ein Furzkissen imitieren soll, dann macht er eben laute Pupsgeräusche. Wenn es darum geht, einen Raketenstart zu vertonen, sind Hemmungen fehl am Platz und ein lautes Organ von Vorteil. The Sound Maker (Blue Orange Games) ist ein lupenreines Gateway-Spiel: einfach zu erklären und schnell zu spielen ist. Ein schöner und lustiger Einstieg für Menschen, die bislang selten Brettspiele spielen oder die einfach mal eine Runde mitspielen wollen.


Hinweis: Für diese Besprechung stand uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des Verlags zur Verfügung. Auf den Inhalt unseres Tests hatte dies keinen Einfluss.

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