Ultraviolett ist ein Partyspiel mit unsichtbarer Tinte und absurden Satzkombinationen, das für jede Menge Lacher sorgen soll. Ob das klappt? Hier unser Test!

Der Schweizer Verlag Kampfhummel ist bekannt für schnelle, schräge und meist kartenbasierte Partyspiele. Mit Ultraviolett legt er nun ein richtiges Brettspiel vor – und das hat es in sich: Statt klassischer Begriffe oder Zeichnungen geht es hier darum, ganze Sätze zu malen. Das klingt schon verrückt genug, wird aber dadurch noch verschärft, dass die Zeichnungen unsichtbar bleiben, bis die Mitspieler mit der kleinen UV-Lampe nachsehen dürfen, was da eigentlich entstanden ist.
Ultraviolett: So wird es gespielt
Aber der Reihe nach. Zunächst ein Blick in die Schachtel: Neben einem Spielbrett gibt es Sichtschirme, Tippboards, einen Zeichenblock, bunte Würfel, eine Sanduhr und vor allem die speziellen Stifte – einmal mit normaler, abwischbarer Farbe und einmal mit „unsichtbarer Tinte“. Erst die eingebaute Lampe bringt die Werke später ans Licht. Optisch macht das alles einen guten Eindruck.
Jede Runde würfeln zwei bis vier Spieler hinter ihrem Sichtschirm. Vor ihnen auf dem Tisch liegen vier Reihen mit jeweils sechs Kärtchen, die mögliche Satzteile zeigen. Die Würfel bestimmen dann vier Satzteile, die gemeinsam einen kompletten – meist ziemlich absurden – Satz ergeben. Diesen gilt es zu zeichnen, allerdings ohne Kontrolle: Während der Malphase bleibt die Lampe tabu. Wer meint, fertig zu sein, dreht die Sanduhr um und setzt die übrigen Spieler unter Zeitdruck.
Anschließend wandern die Werke nacheinander zur Auswertung. Mithilfe der UV-Lampe versuchen alle, die Begriffe zu erraten, und notieren ihre Tipps. Punkte gibt es nur, wenn alle Teile eines Satzes korrekt erkannt werden – was in der Praxis gar nicht so leicht ist. Gerade Adjektive oder ähnliche Begriffe sorgen regelmäßig für Stirnrunzeln.
- HUMOR SCHLÄGT TALENT: Endlich ein Spiel, bei dem man kein Zeichenprofi sein muss. Durch den innovativen Spielmechanismus sind neben Humor und Kreativität vor allem auch taktisches Geschick gefragt.
- EINZIGARTIGES SPIELPRINZIP: Schlüpf in die Rolle eines durchgeknallten Künstlers und zeichne absurde Sätze mit unsichtbarer Zaubertinte. Erlebe ein kompetitives Mal-Rate-Partyspiel mit UV-Stiften.
- WÜRFELN, ZEICHNEN, RATEN: Alle würfeln gleichzeitig. Danach malt jeder sein unsichtbares Meisterwerk aus 4 Satzfragmenten. Mit UV-Licht werden die Zeichnungen sichtbar und müssen von den Mitspielern erraten werden.
- SCHNELLER START, LANGES VERGNÜGEN: Alles ist dabei inkl. Batterien. Einfache Regeln und eine Videoanleitung garantieren einen leichten Einstieg. Hoher Wiederspielwert durch Millionen von Kombinationsmöglichkeiten.
- GROßARTIGE GESCHENKIDEE: Tolles Geschenk für Spiele- und Ratefans zu Weihnachten, zum Geburtstag, zu Silvester oder als Mitbringsel zum lustigen Spieleabend mit Familie und Freunden.
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Das eigentliche Highlight ist weniger das Punkteabrechnen, sondern das gemeinsame Lachen beim Anleuchten der Zeichnungen. Oft entstehen wilde Kritzeleien, die plötzlich doch erstaunlich eindeutig wirken – oder völlig unverständlich bleiben. Besonders spaßig ist die Diskussion, wenn die „Künstlerinnen“ ihre Werke nachträglich erklären. Durch die Zeitbegrenzung bleibt das Tempo hoch, niemand sitzt lange untätig herum.
Die Punktevergabe kann allerdings etwas streng wirken, da bereits ein falsches Wort das gesamte Ergebnis zunichtemacht. Vielleicht helfen hier kleine Hausregeln, um auch Teilerfolge zu belohnen. Das macht die Sache weniger frustrierend, vor allem mit Kindern.


Ultraviolett: Fazit und Wertung
Ultraviolett ist ein ungewöhnliches Partyspiel, das die bekannte „Male-und-rate“-Idee clever auffrischt. Die unsichtbare Tinte sorgt für Überraschungen, die absurden Satzkombinationen in den passenden Spielrunden (!) für Gelächter. Wer Perfektion erwartet, wird hier nicht glücklich – das Chaos ist Teil des Konzepts. Die Materialqualität ist klasse, mit eher durchschnittlicher Erwartung bei der Lebensdauer der Stifte. Der Leuchtkegel der UV-Strahlung ist zudem relativ klein, so dass man die gesamte Zeichnung nicht immer gut zur Geltung bringt und hin und her suchen muss.
Als lockeres Partyspiel für Freundesrunden oder Familien mit Humor funktioniert es jedoch hervorragend. Wer schon immer wissen wollte, wie „Eine Spinne duscht einen toten Greis“ wohl aussehen könnte, findet hier die passende Bühne (siehe Bild unten)!
Übrigens: Im Grundspiel können nur bis zu vier Personen teilnehmen. Wer größere Runden hat, kann eine Erweiterung für fünf und sechs Spielende dazukaufen – praktisch für Partys. Außerdem gibt es eine „Hardcore“-Version, die schwarzhumorige und teils grenzwertige Begriffe einführt. Ob man das mag, hängt sehr von der Gruppe ab. Für uns als Familienspieler machte das weniger Sinn.

Ultraviolett – auf einen Blick
Autorin: Angela Vögtli | 2025 | Kampfhummel Spiele | 3 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | 30 Minuten
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).




