Elixirus

In Elixirus von Piatnik ziehen wir als Nachwuchszauberer in einen Zauberwald, schicken Lehrlinge auf Beutezug nach Zutaten und versuchen, mit den raffiniertesten Tränken zu beeindrucken.

Elixirus

In der Hütte des Waldzauberers Elixirus klirren Fläschchen, dampfen Phiolen und über dem Tisch liegt ein süßlich-mystischer Duft: Einmal im Jahr lädt der Meister zum „Mischtrunkzauber-Wettbewerb“ ein, und wir stehen mit unseren Lehrlingen und Brautafeln in der ersten Reihe. Bunte Pilze, Blüten und geheimnisvoll glitzernde Kristalle warten im Wald darauf, gesammelt und zu Vitalitäts-, Liebes- oder Heiltränken verarbeitet zu werden – doch wer sich im Gedränge um die besten Zutaten verzockt, landet am Ende mit einer unappetitlichen Giftbrühe.

Elixirus: So wird es gespielt

Jede Person im neuen Brettspiel Elixirus erhält eine eigene Brautafel mit fünf bunten Trankflaschen und einer Giftflasche darauf, dazu drei Lehrlingsfiguren in der eigenen Farbe. Auf den Waldplättchen rund um die Hütte liegen Zutatenplättchen in sechs Farben und Sorten, mit Werten von 1 bis 3 Punkten, sowie gelegentlich Kristalle, die als Joker dienen, aber bei Spielende selbst keine Punkte bringen. Unsere Aufgabe ist klar: Wir wollen klug sammeln, die passenden Zutaten in die Flaschen füllen und mit Korken markieren, sobald wir Tränke fertig gemixt haben. Wer zuerst seine vierte Flasche abschließt, läutet das Spielende ein – gewonnen hat am Ende, wer insgesamt die meisten Punkte aus Zutaten, Korken und Spezialeffekten herausholt. 

Der Rundenablauf folgt dabei immer demselben Muster. Zuerst schicken wir in der Einsetzphase reihum unsere Lehrlinge auf offene Waldplättchen. Jedes Plättchen bietet drei Felder: Wer weiter links steht, sammelt später zuerst, und die Anzahl der kleinen Körbchen auf dem Feld bestimmt, wie viele Zutaten wir dort nehmen müssen. Das dritte Feld ist besonders verlockend, denn neben einem oder zwei Körben winkt zusätzlich ein Spezialeffekt – je nach Waldstück dürfen wir etwa Zutaten aus dem Beutel nachziehen, anderen etwas stehlen oder Plättchen austauschen.

  • Familientaugliches Arbeiter-Einsetz-Spiel
  • Zentrale Waldstücke in der Tischmitte sorgen für viel Taktik und Interaktion!
  • Atmosphärische und stimmige Illustrationen unterstreichen das zauberhafte Thema!
  • Einfacher Spielablauf mit hohem Wiederspielreiz!

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In der anschließenden Sammelphase werden die Waldplättchen nacheinander abgehandelt, beginnend bei dem, auf dem ein Wegweiser steht. Von links nach rechts kommen die Lehrlinge zum Zug und nehmen sich ihre vorgeschriebene Anzahl an Zutaten aus den vier Kerben des Waldstücks. Wer die vorderste Zutat nimmt, zieht sogar noch eine zusätzliche aus dem Beutel. Danach verschwinden die Helfer wieder zurück an unsere Brautafeln – die gesammelten Plättchen liegen zunächst nur als Vorrat vor uns und sind damit potenzielles Ziel für manche Waldeffekte, etwa das Stehlen durch andere.

Zutaten müssen zur Farbe und/oder Sorte passen

Die eigentliche Knobelei beginnt in der Brauphase, die alle gleichzeitig durchführen. Nun müssen die gesammelten Zutaten in unsere Flaschen wandern – und zwar streng von unten nach oben, ohne Lücken und nur, wenn Farbe oder Sorte zur jeweiligen Vorgabe passen. Wer eine ganz bestimmte Kombination trifft, darf sie als Spezialzutat ins eigene Rezeptbuch legen und kassiert dafür am Spielende doppelte Punkte und eventuell noch einen Bonus. Eine Vorratsschüssel erlaubt es, genau ein Plättchen für spätere Runden aufzuheben; alles, was wir weder passend einfüllen noch lagern können oder wollen, landet in der Giftflasche und zählt später negativ. Sobald wir das oberste Feld einer Flasche belegen, verschließen wir sie mit einem Korken: Wer diesen Tranktyp als Erste:r vollendet, bekommt dafür fünf Punkte, alle Nachziehenden nur noch zwei.

Nach der Runde werden übrig gebliebene Zutaten im Wald abgeräumt, die Waldplättchen etwas rotiert und neu bestückt – so verändert sich die Landschaft, ohne dass das Spiel unnötig kompliziert wird. Zusätzlich bringt jede Brautafel noch eine verzauberte und eine verfluchte Farbe oder Sorte ins Spiel: Passende Plättchen auf unseren fünf Trankflaschen schenken am Ende je einen Punkt extra oder kosten einen. So entsteht eine persönliche Neigung – bestimmte Zutaten wollen wir besonders dringend, andere meiden wir lieber, wenn es sich einrichten lässt. Zusammen mit den verschiedenen Waldeffekten und den individuellen Spezialzutaten verleiht das Elixirus mehr Tiefe, als der niedliche Look zunächst vermuten lässt.

Elixirus: Fazit und Wertung

Am Tisch fühlt sich Elixirus wie ein leichtes Worker-Placement-Familienspiel mit Set-Collection-Einschlag an. Die Regeln sind schnell erklärt, der Ablauf bleibt über die Partie hinweg klar strukturiert, und dank der gleichzeitigen Brauphase halten sich Wartezeiten in Grenzen. Die Waldeffekte sorgen für kleine Gemeinheiten und taktische Entscheidungen: Gehe ich auf Nummer sicher und nehme das Feld mit einem Korb – oder riskiere ich mehr Zutaten und einen knackigen Effekt? Gelungen ist der ständige Spagat zwischen kurzfristigem Optimum („Was passt jetzt sofort in meine Flaschen?“) und langfristiger Planung („Welche Farben zahlen sich wegen meiner Verzauberung richtig aus?“).

Ganz ohne Glück geht es natürlich nicht. Wer häufiger hochpunktige Zutaten aus dem Beutel zieht oder zufällig die eigene verzauberte Farbe erwischt, fühlt sich ein bisschen gesegneter als andere. Auch kann es passieren, dass man gezwungen wird, mehrere Plättchen in die Giftflasche zu entsorgen – gerade für jüngere oder wenig spielerfahrene Personen kann das sich unfair anfühlen. Dafür bleibt die Spieldauer angenehm kurz (rund 30 Minuten) und lädt dazu ein, direkt eine Revanche zu starten; durch die Mischung aus unterschiedlichen Waldplättchen und individuellen Rezeptbüchern spielt sich keine Partie exakt gleich. Optisch punktet Elixirus (Piatnik) mit einer farbenfrohen, märchenhaften Illustration, die das Thema „Zaubertränke im Wald“ stimmungsvoll einfängt und das Spiel eindeutig im Familienregal verortet.


Elixirus – auf einen Blick

Title

Elixirus ist ein liebevoll gestaltetes, zugängliches, aber reizvoll taktisches Familienspiel, das mit seinen kleinen Gemeinheiten im Wald und dem immer engen Puzzeln auf der Brautafel für viele vergnügliche Zauberabende sorgt.

Autor: Dickie Chapin | 2025 | Piatnik | 2 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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